Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag

Weltnichtrauchertag 2017 - Rauchen kostet
Alljährlich findet am 31. Mai der Weltnichtrauchertag statt. Das diesjährige Motto „Rauchen kostet. Nichtrauchen kostet nichts!“ verdeutlicht die Bandbreite der Kosten des Rauchens: von den individuellen Belastungen durch Ausgaben für Tabakprodukte, durch Krankheit und Tod, über den Preis für die Allgemeinheit durch Gesundheitskosten und Produktionsausfälle bis hin zu den ökologischen Folgen durch Tabakanbau, -herstellung und Entsorgung von Tabakprodukten.

Die Kosten des Rauchens

Für ihre Sucht bezahlen RaucherInnen im Schnitt 150 Euro im Monat und rund 1.800 Euro im Jahr. Diese individuellen Kosten werden jedoch durch die gesundheitlichen Risiken deutlich übertroffen. So sterben jährlich über 120.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens – das entspricht jedem siebten Todesfall.

Mehr als 80 Prozent der Todesfälle durch Lungenkrebs sind durch das Rauchen verursacht. Tabakkonsum steht zudem im Zusammenhang mit vielen weiteren Krebserkrankungen sowie Gefäßleiden und Lungenkrankheiten. Grundsätzlich verringert sich die Lebenserwartung im Schnitt um ganze zehn Jahre durch das Rauchen.

Neben den vielfältigen individuellen Belastungen bezahlt auch die Allgemeinheit einen hohen Preis für das Rauchen. Der Schaden für die Volkswirtschaft beträgt in etwa 80 Milliarden Euro im Jahr – 25,4 Milliarden sind für das Gesundheitssystem und 53,7 Milliarden für Produktionsausfälle und Frühverrentung zu veranschlagen. Würde man diese Aufwendungen in den Preis hinein rechnen, müssten die Kosten einer Zigarettenpackung bei 11,30 Euro liegen.

Nicht zuletzt verursachen Tabakanbau, -herstellung und Entsorgung von Tabakprodukten massive ökologische Probleme und entsprechende Folgekosten. Die Auswirkungen durch Rodung von Urwäldern, massiven Einsatz von Pestiziden, Überdüngung und Monokulturen treffen nicht nur die Anbauländer, sie belasten auch das Klima und wirken sich dadurch weltweit aus.

Zudem sind die Arbeitsbedingungen in den Anbauländern hart, Kinderarbeit ist weit verbreitet und die Arbeiter/innen sind unzureichend vor Pestiziden und Nikotin geschützt.

Produktion und Entsorgung von Tabakprodukten verursachen außerdem enorme Mengen von Abfall. Bei der Herstellung von Tabakprodukten entstehen weltweit jedes Jahr schätzungsweise mehr als zwei Millionen Tonnen fester Müll, 300.000 Tonnen nikotinhaltiger Abfall und 200.000 Tonnen Chemieabfall.

Zigaretten sind das am häufigsten weggeworfene Abfallprodukt. Zigarettenfilter sind überall in unserer Umwelt zu finden und enthalten giftige und krebserzeugende Substanzen.

Tabakprävention, warum eigentlich?

In Deutschland rauchen ca. 20 Millionen Menschen aktiv. Rauchen verursacht hierzulande Jahr für Jahr bei Hunderttausenden schwere Krankheiten und bedeutet für Millionen Menschen einen Verlust an Lebensqualität.

Jedes Jahr sind in Deutschland bis zu 120.000 Todesfälle direkt auf den Tabakkonsum zurückzuführen. Weltweit verursacht das Rauchen nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich den vorzeitigen Tod von 4,9 Millionen Menschen.

Tabakrauch enthält rund 4.800 Substanzen, von denen etwa 90 Stoffe krebserzeugend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen. Die Schlüsselsubstanz bei der Ausbildung der Abhängigkeit ist Nikotin, das eine mit Kokain oder Morphin vergleichbare suchterzeugende Wirkung hat.

Das hohe Suchtpotenzial von Zigaretten erklärt sich vor allem durch die unmittelbar nach der Inhalation einsetzende Wirkung des Nikotins, das in wenigen Sekunden seine positiven psychotropen Effekte entfaltet, also als anregend oder beruhigend wahrgenommen wird.

Da Nikotin so stark wirkt, erleben viele Raucher bereits nach kurzzeitiger Abstinenz körperliche Entzugssymptome, die von Unruhe über Schlaf- und Konzentrationsstörungen bis hin zu Angst, Depressionen und Aggressivität führen können.