Pflanzliche Hilfe bei Menstruationsbeschwerden

Quelle: FreeImages.com/Piotr LewandowskiOb Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen und Brustspannen, Depression oder Gereiztheit: Etwa jede dritte Frau leidet unter Beschwerden kurz vor oder während der Regel. Heilpflanzen, angewendet als Teezubereitung oder als Inhaltsstoffe in Präparaten aus der Apotheke, können schmerzstillend und stimmungsaufhellend wirken.

Das prämenstruelle Syndrom (PMS)

An den Tagen vor den Tagen fühlen sich viele Frauen körperlich und emotional außer Kontrolle. Sie werden nervös, weinerlich oder reizbar, die Brüste spannen und nehmen an Umfang zu, der Unterbauch ist gebläht. Hinzu kommen geschwollene Beine, Heißhunger, Kopfschmerzen und Gewichtszunahme.

Stärke und Art der Beschwerden sind individuell verschieden. Doch sie treten meist vor der Regel auf, weswegen auch vom prämenstruellen Syndrom (PMS) gesprochen wird. Auslöser ist vermutlich ein Mangel an Progesteron und Östrogen zum Zyklusende.

Viele Frauen wollen keine chemischen Arzneimittel oder Hormone einnehmen und vertrauen auf natürliche Präparate oder Teemischungen aus der Apotheke. Hier wird bei PMS häufig Mönchspfeffer oder Frauenmantel empfohlen.

Der zyklusregulierende Frauenmantel bringt das hormonelle Gleichgewicht ins Lot und lindert den Schmerz. Insbesondere prämenstruell bedingte Stimmungsschwankungen und Unterleibsschmerzen lassen nach. Die adstringierende Wirkung der Heilpflanze kann starke Blutungen mindern.

Der seit der Antike bekannte Mönchspfeffer enthält ein ätherisches Öl, das u.a. die Bildung des Hormons Prolaktin unterdrückt. So werden Bauchkrämpfe und spannende Brüste gelindert. Als fertiges Arzneimittel ist Mönchspfeffer-Trockenextrakt rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Bei Schmerzen und Krämpfen

Bei Unterleibskrämpfen kann Schafgarbe hilfreich sein. Das Kraut hemmt die Hormonbildung und lindert mit seiner entzündungshemmenden Wirkung die Regelschmerzen.

Zwei Teelöffel einer Mischung aus 50 g Schafgarben- und 50 g Johanniskraut mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, nach zehn Minuten abseihen und hiervon täglich zwei Tassen trinken. Als Zusatz für Voll- und Sitzbäder eignet sich Schafgarbe ebenso.

Auch Extrakte aus der Traubensilberkerze sollen die Schmerzen lindern, da sie zur hormonellen Beruhigung beitragen. Kamille wirkt muskelentspannend, Gänsefingerkraut lindert wegen seines hohen Gerbstoffgehaltes krampfartige Beschwerden der Gebärmutter und des Darms.

Für einen "Menstruations-Tee" lässt man sich in der Apotheke 20 g Frauenmantelkraut, 20 g Johanniskraut, 25 g Kamillenblüten, 15 Gramm Schafgarbenkraut und 20 g Melissenblätter mischen. Einen Teelöffel hiervon pro Tasse mit kochendem Wasser aufgießen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen und schluckweise trinken.

Die Rinde des aus Nordamerika stammenden Schneeballbaums enthält ebenfalls krampflösende Substanzen, die in homöopathischen Arzneimitteln verarbeitet werden. Für einen Tee einen Teelöffel Kraut mit einer Tasse Wasser aufkochen und nach zehn Minuten abseihen. Während der Regelblutung kann man pro Tag etwa zwei bis drei Tassen davon trinken.

Die Zufuhr von Magnesium, sei es über die Ernährung oder in Form von Präparaten, hilft ebenfalls vielen Frauen gegen die oft wehenartigen Gebärmutterkrämpfe während der Periode. Der Mineralstoff sorgt dafür, dass sich die Muskulatur ordnungsgemäß zusammenziehen und schließlich erschlaffen kann.

Bei Kopfschmerzen hilft oft Pfefferminzöl, das auf Stirn und Schläfen verrieben wird. Auch Pestwurz kann die Attacken mildern. Bewährt haben sich außerdem Aromaöle aus Bergamotte, Muskatellersalbei, Kamille, Schafgarbe, Fenchel, Zypresse, Koriander und Immortelle. Sie werden einzeln oder in Kombination von zwei bis drei Ölen angewandt und in eine Duftlampe gegeben.